Stand: Juni 2020

Über unsere Schule
Die Grundschule Filsum in der Samtgemeinde Jümme ist eine kleine, meist einzügige Grundschule im östlichen Bereich des Landkreises Leer (Ostfriesland). Die derzeit rund 90 Schülerinnen und Schüler kommen aus den ländlich geprägten Ortschaften Filsum, Ammersum, Stallbrüggerfeld, Lammertsfehn und Busboomsfehn sowie Brückenfehn. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten kommen viele Schülerinnen und Schüler mit dem Schulbus zur Schule. Seit dem Schuljahr 2013/2014 ist die Grundschule Filsum eine offene Ganztagsschule mit einem Nachmittagsangebot an vier Tagen in der Woche. Weiterführende Schulen im Einzugsbereich gibt es in Brinkum, Hesel und in Leer.

Die Schule liegt im Ortskern von Filsum nahe der Kirche. In unmittelbarer Nähe befinden sich Kindergarten, Kinderkrippe, Feuerwehr, Jugendzentrum und die Sporthalle.

Lange Zeit befand sich das einklassige Schulgebäude direkt neben der Kirche auf einem Teil des heutigen Friedhofs. Aufgrund der Raumnot wurde im Jahre 1858 ein neues zweiklassiges Schulgebäude am Standort der heutigen Schule erbaut. 1959/60 wurde das Schulhaus um den Mittelteil und zwei Klassenräume sowie einen Raum für Kochlehrgänge erweitert. Auch wurde ein Nebengebäude mit Toiletten, Duschen, Abstellraum und Fahrradstand errichtet. Nach weiteren An- und Umbauten in den Jahren 1969 und 1987 erfolgte im Jahr 2010 eine komplette energetische Sanierung. Alle Fenster wurden erneuert und die Dämmung des Gebäudes erheblich verbessert. Außerdem wurde ein Anbau mit einem neuen Eingangsbereich erstellt, in dem sich jetzt auch die Toiletten befinden. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden auch alle Räume neu gestrichen und weitere Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Im Jahr 2013 wurde das Nebengebäude umfassend saniert und für den Nachmittagsbereich entsprechend umgebaut.

In der Schule sind fünf Lehrerinnen und zwei Lehrer tätig. Dazu gibt es vier pädagogische Mitarbeiterinnen, die bei Krankheit oder dienstlichen Verpflichtungen der Lehrkräfte einspringen und ein Betreuungsangebot für die Kinder der ersten und zweiten Klassen gewährleisten. Im Nachmittagsbereich sind weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den jeweiligen Angeboten tätig. Eine Förderschullehrkraft, die im Rahmen der Grundversorgung für die inklusive Beschulung vom Förderzentrum in Leer nach Filsum abgeordnet ist, kümmert sich um Kinder mit Unterstützungsbedarf und berät die Lehrkräfte der Grundschule. Eine Sekretärin unterstützt einmal in der Woche den Schulleiter bei der Arbeit. Im Anschluss an den Schulbetrieb wird das Schulgebäude von drei Reinigungskräften gereinigt. Der Hausmeister der Samtgemeinde Jümme kümmert sich nach Bedarf um das Schulgebäude.

Zu den fünf im Erdgeschoss untergebrachten Unterrichtsräumen, die für die einzelnen Klassen eine entsprechende Größe haben, kommen eine Turnhalle mit Außenanlagen, eine kleine Küche, mehrere Gruppenräume und ein Computerraum mit zwölf Arbeitsplätzen. Ebenfalls im Erdgeschoss sind das Lehrerzimmer, das Schulleiterzimmer, eine Materialsammlung, ein Kopier-und Papierraum sowie ein Lehrerarbeitsplatz untergebracht. Im Dachgeschoss befindet sich ein großer Raum, der für den Musikunterricht, für Betreuungsangebote und Schulfeiern genutzt wird. Zusätzlich sind im Jahr 2014 zwei Räume eingerichtet worden, die für die Arbeit in Förderunterricht und Kleingruppenarbeit genutzt werden können. Diese Räume sind im Jahr 2016 für das neu geschaffene Lesenest weiter ausgestattet worden.

Im Nebengebäude befindet sich eine gut ausgestattete Kinderbücherei, die einmal in der Woche vor- und nachmittags den Kindern der Grundschule des Kindergartens und der weiterführenden Schulen zur Verfügung steht. Außerdem sind dort eine Mensa mit 30 Sitzplätzen und der Werkraum mit 12 Arbeitsplätzen eingerichtet worden.

Auf dem begrünten und mit Wällen unterteilten Schulhof befinden sich Schaukeln, Turn- und Klettergeräte, eine Kletterwand, eine Tischtennisplatte, ein Sandkasten und ein Fußballfeld. Darüber hinaus verfügt die Grundschule Filsum über einen Schulgarten, der von den Schülerinnen und Schülern bepflanzt und gepflegt wird.

In einiger Entfernung ist zudem ein Teich für Unterrichtszwecke nutzbar. In der großen Pause steht den Schülerinnen und Schülern eine große Auswahl an Spielgeräten zum Ausleihen zur Verfügung. Die Ausleihe wird von den Kindern der vierten Klasse organisiert und beaufsichtigt.

Durch die zentrale Lage bieten sich die noch im Ort vorhandenen Einrichtungen wie Kirche, Bank oder Rathaus als außerschulische Lernorte an. Mit dem Beamten der Polizeistation Filsum werden Fahrradkontrollen durchgeführt, im Ortsbereich der sichere Schulweg geübt sowie die Radfahrprüfung im Realverkehr abgenommen.

Leitbild

Leitsatz: Persönlichkeit stärken und weiter entwickeln

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Wir wollen dazu beitragen, dass sie ihre Persönlichkeit auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln.
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, zunehmend selbstständig zu handeln und Informationen kritisch zu durchdenken.
Dies erreichen wir im täglichen Alltagshandeln durch folgende Unterrichts- Methoden: Diskussionen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten mit verschiedensten Austausch-, Präsentations- und Feedbackverfahren, Arbeit mit Tages- und Wochenplänen, Selbstkontrolle, Klassendienste und natürlich durch die Vermittlung der Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen als Schlüssel zur Bildung.
Wir vermitteln unseren Schülerinnen und Schüler eine umfassende Allgemeinbildung als Grundlage der Persönlichkeitsentwicklung, indem wir den Unterricht kontinuierlich durchführen, es durch den Rahmen der verlässlichen Grundschule kaum Unterrichtsausfall gibt und der Unterricht bei Erkrankung/Fortbildung der Lehrkraft meistens fachspezifisch vertreten wird.
Besonders intensiv arbeiten wir zweimal im Schuljahr an zwei Tagen mit den Methodentagen (Lern- und Arbeitstechniken und Kommunikation und Kooperation) an diesen Zielen, den Schülerinnen und Schülern das selbstständige Lernen beizubringen, ihnen elementare Lern- und Arbeitstechniken zu vermitteln, ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit zu fördern und sie dadurch in ihrer Entwicklung zu starken Persönlichkeiten zu unterstützen.

Leitsatz: Soziales und kooperatives Lernen

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Es ist uns wichtig, dass sie Verständnis entwickeln gegenüber Andersartigkeit und lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Dieses erreichen wir im täglichen Alltagshandeln durch verbindliche Sozialziele für alle Beteiligten. Den groben Rahmen dafür bilden die Schul- und die Klassenregeln, auf deren Einhaltung wir konsequent achten und bestehen. Sie geben den Kindern Halt und Orientierung und zeigen auf, wie man höflich und respektvoll in der Schule miteinander umgeht. Des Weiteren wird das soziale und kooperative Lernen gefördert durch die Umsetzung des Sozialziele-Katalogs (Lehrgang zur systematischen Steigerung der sozialen Kompetenzen, Ziel des Monats). Die Schülerinnen und Schüler üben positive Sozialfertigkeiten ein. Das Erreichen dieser Ziele ist überprüfbar und reflektierbar an den Sozialziele-Centern in den Klassen und mit dem Schülerbogen. Wir achten zur Unterstützung dieses Ziels auf ein gutes und konsequentes Classroommanagement und auf haltgebende Rituale.
Wir übertragen den Schülerinnen und Schülern soziale Verantwortung durch Klassendienste und -räte, Schülerhilfsaufsichten und den Schülerrat.
Durch viele klassenübergreifende Aktionen im Schuljahr (drei bis vier Ausflüge mit allen Klassen, Adventsrunden, Weihnachtsfeiern, Verabschiedung der 4. Klassen, Einschulung der 1. Klassen, Projekttage Gesundheit und Verkehr, Vorlesen im Kindergarten, Basteltage) fördern wir eine gute Schulgemeinschaft und das positive Erleben vom gemeinsamen Leben und Lernen.    

Leitsatz: Lernen positiv erleben

Ein besonderes Anliegen ist uns die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen als solides Fundament für die weitere Schullaufbahn. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur grundlegendes Wissen vermitteln (Lesen, Schreiben, Rechnen sowie grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten), sondern auch in regelmäßigen Abständen durch ein Methodentraining besondere Lernstrategien einüben.
Die Weiterentwicklung der Kommunikationsfähigkeiten unserer Schülerinnen und Schülern ist uns ebenfalls wichtig.
Darüber hinaus, wollen wir sie dazu anhalten, zu vorgegebenen Aufgaben eigene Lösungswege zu entwickeln und zu überprüfen. Damit sie sich das dazu nötige Wissen auch selbst beschaffen können, werden dafür geeignete Methoden trainiert.
In diesem Zusammenhang spielt der Umgang mit dem PC eine große Rolle. Die Arbeit am PC wird deshalb in den Unterricht integriert.
Für die weitere Schul- und Berufsausbildung erscheint uns die Rechtschreibung von besonderer Bedeutung. Dies wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern deutlich machen und die Rechtschreibung dementsprechend im Unterricht wertschätzen und einüben.
Wir legen großen Wert darauf, jedem Kind gerecht zu werden und wollen alle Kinder ihren Begabungen entsprechend fordern und fördern.
Neben der Differenzierung im Unterricht, steht der Schule ein gewisses Kontingent an Förderstunden durch eine Förderschullehrkraft zu. Außerdem arbeiten wir eng mit dem Lesenest (bei Leseschwierigkeiten) zusammen. Unsere Schule nimmt an regionalen Wettbewerben (plattdeutscher Vorlesewettbewerb, „Mein erstes Buch“, Malwettbewerb u.ä.) teil. Darüber hinaus bieten wir den Kindern abwechslungsreiche AGs und Ganztagsangebote (z.B. Garten, kreatives Gestalten, Tischtennis, Fußball, Kochen & Backen, u.ä.), aus denen nach Interesse und Begabung gewählt werden kann. 

Leitsatz: Lernen und Leben auf dem Lande

Durch den ländlich gelegenen Standort ermöglichen wir den Kindern viele außerschulische Lernorte zu besuchen. Für den praxisnahen und projektbezogenen Unterricht werden Milchviehbetriebe, Feuerwehr, Kirche, Dorfteich sowie Wald- und Moorgebiete erkundet. Unsere regionale Verbundenheit fließt in unser Schulleben und unseren Unterricht mit ein. Im Sachunterricht erkunden wir z.B. das nahe gelegene Filsumer Moor mit seiner Flora und Fauna und lernen  „Schule früher“  beim Besuch des Schulmuseums Folmhusen oder des Museumsdorfes Cloppenburg kennen. Auch Besuche am Weltnaturerbe Wattenmeer und im Park der Gärten fördern das Interesse für und den Respekt vor der Natur.
Um den Schülern den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln und Kenntnisse über deren Herkunft und Entstehung zu vermitteln, veranstalten wir im Rahmen des Sachunterrichts Ernährungs- und Gesundheitstage. Auch das kulturelle Leben in den umliegenden Städten lernen unsere Kinder bei Theater- und Museumsbesuchen ausführlich kennen.

Ziel- und Maßnahmenplanung

Das Schulprogramm enthält Ziele, die nach der Maßgabe SMART (S-spezifisch, M-messbar, A-angemessen, R-realistisch und T-terminiert) formuliert sind.
Mindestens zwei Ziele sind mit einer Maßnahmenplanung genau beschrieben.

Entwicklungsziele:

  • Ziele für das laufende Schuljahr
    1. Überarbeitung des Bolzplatzes, um Staunässe zu verhindern
    2. Überarbeitung des Sprachförderkonzeptes
    3. Ausbau der kollegialen Hospitation
    4. Evaluation der verbindlichen Sozialziele
    5. Verbesserung der Medienausstattung und Überarbeitung des Medienkonzeptes
    6. Durchführung von Maßnahmen zum Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement

      Ziele für die nächsten Schuljahre:
  • Weitere Verbesserung der kompetenzorientierten schuleigenen Arbeitspläne
  • Überarbeitung und Erweiterung des Erziehungskonzeptes
  • Ausbau der Nutzung digitaler Medien im Unterricht
  • Weitere Teilnahme am Schulobst- und Schulmilchprogramm